Allgemein

Der Ernst des Lebens

Hallo zusammen

Irgendwie geht die Zeit so schnell vorbei und dennoch irgendwie voll langsam.

Ich weiß auch nicht.

Morgen geht mein neuer Job los.

Das ging alles so schnell, dass ich es auch nicht glauben kann.

Ich war gerade mal 2 Wochen arbeitslos.

Der Plan war ja eigentlich erstmal einen Monat oder so, Pause zu machen, aber natürlich muss man der Arge auch seinen guten Willen zeigen. Daher habe ich 2 Bewerbungen geschrieben und ich hatte auch eine Umschulung gefunden, die ich gerne gemacht hätte.

Leider mahlen die Mühlen der deutschen Bürokratie sehr langsam und es gab auch die ein oder andere Aussage von der Arge, mit der ich nicht einverstanden war und die so auch nicht rechtens ist.

Aber gut. Auf jeden Fall habe ich jetzt erstmal wieder einen Job, im Moment noch befristet auf einen Monat.

Den Job hatte ich schon vor ein paar Wochen im Auge, wo sich das mit dem Campingplatz gerade zerschlagen hatte, doch da wollte ich ja noch abwarten was jetzt passiert und ob es wirklich so aussichtslos ist wie es da schien.

Und ja, das ist es und ich habe auch keine Lust mehr darüber nachzudenken, Kapitel abgehackt.

Die erste Bewerbung ging wieder an ein Autohaus, da dachte ich, habe ich die besten Chancen, weil ich das ja die letzten 3 Jahre gemacht habe, doch von denen habe ich bis heute nichts gehört.

Bei der 2. Bewerbung ging alles ganz schnell: Montag Bewerbung geschickt, Dienstag Antwort, Mittwoch vorstellen, Donnerstag und Freitag Probearbeiten.

Am Freitag gab es dann auch gleich den Vertrag, Sie wollten das ich schon gleich am Montag anfange, aber das habe ich abgelehnt, die eine Woche wollte ich noch für mich haben. Es standen ja auch noch Termine an, die ich wahrnehmen musste.

Und so geht es jetzt am 1.9. los.

Ich bin ja mal gespannt und auch schon etwas aufgeregt.

Marie

Allgemein, Life mit Bobby

Bobbys Geschichte

Hallo zusammen

Diese Woche ist mein kleiner Bobby 2 Jahre alt geworden.

So viel haben wir erlebt in den 2 Jahren und auch so viel durchgemacht.

Erst vor 2 Monaten sah es gar nicht gut aus. Erst haben ich ihn aus Versehen geschnitten, als ich seinen Bart verschneiden wollte und er musste genäht werden und dann eine Woche später wird er von unserem bösen Nachbarhund gebissen.

Bobby ist nicht sein erstes Opfer, auch Larry, den Dackel meiner Eltern hatte er schon zwischen den Zähnen.

Ja auf jeden Fall hat er seine Luftröhre getroffen und verletzt. Was bedeutet, dass sich die ganze Luft unter der Haut angesammelt hat. Bobby sah aus wie ein Luftballon.

Wirklich nicht witzig.

Der erste Tierarzt (Notfallbereitschaft) hatte so gar keine Lust und meinte ach sie brauchen da nichts machen und auch nicht vorbeikommen.

Danke für nichts.

Dann haben wir weiter herumtelefoniert und eine Handynummer von einem Tierarzt in der Nähe gefunden, der sich auch bereit erklärte (auch ohne Bereitschaft) sich Bobby anzusehen.

Also sind wir hin. Bobby selber war traumatisiert, machte aber einen stabilen Eindruck. Und auch der Arzt war nicht übermäßig besorgt, dass es jetzt sofort aus sein könnte. Dennoch schickte er uns weiter nach Dresden in die Tierklinik. Er meldete uns schon mal an und wir fuhren gleich von da aus nach Dresden.

Hier wurde sich toll um Bobby gekümmert, er wurde erst einmal geröntgt und um zu sehen, ob er innere Verletzungen hat. Das war zu Glück nicht der Fall, aber man könnte sehen, wie viel Luft sich unter der Haut gesammelt hatte.

Bobby musste bleiben, schon alleine zur Beobachtung und das war auch gut so, denn am nächsten Tag entwickelte er einen Pneumothorax. Das bedeutet das sich so viel Luft um die Lunge herum angesammelt hat, dass diese nicht mehr richtig arbeiten kann.

Was dann auch zu einer Not-Op führte. Das Loch in der Luftröhre war größer als angenommen wurde und wurde mit vernäht und er bekam eine Thoraxdrainage.

Die Ärzte sagten dann auch im Nachhinein, dass es wirklich kritisch war und das Loch in der Luftröhre so weit unter, dass sie fast hätten, nichts machen können.

Bobby verbrachte dann insgesamt 4 Nächte in der Klinik und dann konnte ich ihn wieder holen.

Gott war mir schlecht. Er sah aus, halb rasiert über all Schnittwunden, diese wurden gesetzt, um die Luft unter der Haut entweichen zu lassen. Vorne am Hals eine Drainage, um die ich mich jetzt kümmern musste, mit sauber halten und allem. Eine absolute Katastrophe.

Die nächsten 4 Wochen ging es immer wieder nach Dresden zur Kontrolle und nach 2,5 Wochen wurde dann auch die Drainage gezogen.

Die gesamte Zeit habe ich zusammen mit Bobby auf dem Sofa geschlafen, weil der sollte ja auch nicht springen, spielen oder sich anstrengen. Und auf dem Sofa konnte ich das am besten beobachten.

Die erste Woche ging es ihm wirklich noch nicht so gut, aber es wurde immer besser. Natürlich war ich bei jeden Mucks in höchster Alarmbereitschaft, aber wir hatten großes Glück und Bobby ist wieder gesund.

Er springt und spielt wieder, beobachtet die Nachbarn und macht wieder Dummheiten.

Wir hatten wirklich großes Glück.

Ja und nun ist er schon 2 Jahre alt, das glaubt man gar nicht.

Liebe Grüße

Marie und Bobby

Allgemein

Ich lebe noch.

Hallo  zusammen 

Lang lang ist es her das ich mich gemeldet habe und so viel ist passiert. 

Ich kann auch gar nicht sagen, wann es das letzte Mal war, dass ich hier war. 

OK jetzt was ich auch neugierig und es ist wirklich fast ein Jahr her. 

Ein Jahr….

Aber das war nur die NZ-Serie den letzten richtigen Beitrag habe ich vor über einem Jahre geschrieben. Ich habe es Update genannt, aber viel gesagt habe ich nicht.

Jetzt über ein Jahr später machen wir mal das nächste Update.

Alleine in den 8 Monaten von 2025 hat sich so viel getan.

Ich habe meinen Job gekündigt, bin zurück nach Sachsen gezogen, habe einen neuen Job angefangen, der eigentlich der letzte Job meines Lebens werden sollte…

Doch alles kommt andres und jetzt bin ich arbeitslos.

Alleine die letzten 2 Monate ist, waren mehr als genug.

Bobby wurde von unserm Nachbarhund zusammen gebissen und wir wussten nicht, ob er überleben wird. Zum Glück hat er es geschafft und ist wieder fast der Alte. Dadurch dass es ihm ja so schlecht ging, habe ich ihm viel zu viel durchgehen lassen und das müssen wir jetzt wieder ändern. 

Gerade als wir das überstanden hatten, wurde mir (an meinem Geburtstag) gesagt, dass ich alles Pläne für die Zukunft habe, in die Tonne treten kann.

Seit 5 Jahren reden wir immer wieder davon einen Campingplatz zu übernehmen und dieses Jahr sollte es so weit sein. Dafür habe ich meinem Job gekündigt und bin zurück nach Sachsen gezogen. Ich habe alle meine Freunde zurückgelassen und muss jetzt hier wieder von vorne anfangen. Und das war auch alles ok, doch nach dem ich jetzt über 3 Monate auf dem besagten Campingplatz gearbeitet habe, entschied sich die jetzige Besitzerin, dass sie den Platz jetzt doch nicht abgeben will.

Eine Woche später gab es noch mal ein Gespräch mit allen Beteiligten und das endet so das ich gleich noch gekündigt wurde. 

Toll und jetzt?

Jetzt stehe ich vor dem Nichts. Kein Job, keine Freunde und keine Ahnung wie es weiter gehen soll. 

Über ein Jahr haben wir jetzt die Übernahme vorbereiten und jetzt das. 

Es ist einfach unglaublich. Der Verpächter will nochmal mit denen reden, aber ich habe nicht viel Hoffnung. 

Ich bin jetzt seit 2 Wochen zu Hause und nichts passiert. Ich finde keine Motivation mich damit auseinander zu setzen, oder mir einen neuen Job zu suchen. Dazu kommt, dass ich einen Job brauche, bei dem ich Bobby mitnehmen kann, oder von zu Hause arbeiten kann. Ich möchte ihn nicht 9 Stunden am Tag alleine in der Wohnung lassen. Denn dazu brauche ich keinen Hund. Er ist es ja auch nicht gewohnt. 

Diese Woche habe ich mich entschieden, nochmal wegzufahren. Raus. Was anderes sehen. So sind wir heute in den Harz gefahren. Auch hier habe ich noch keinen wirklichen Plan, was wir die nächsten Tage machen wollen. Zumal auch das Wetter nicht das allerbeste werden soll. 

Und schon wieder regnet es.

So ist der Stand. 

Und irgendwie wird es weiter gehen, muss es ja.

Marie

Meine kleine Weltreise

Cape Farewell

Heute wurden wir von einem Prasseln auf dem Autodach geweckt, ja unser erster richtiger Regentag. Wenn man wirklich nur das Auto hat um sich im Trockenen aufzuhalten, ist es echt Mist und dann sind wir auch noch zu zweit. Da das Wetter nicht wirklich berauschend ist, suchten wir uns einen neuen und etwas günstigeren Campingplatz. Wir entschieden uns für Hack n Stay Horse riding and accommodation.

Hier bekamen wir die letzte 3 verfügbaren Stellplätze. Ja wir sind ja im Moment 3 Autos, Peggy, Julia und wir. Doch wir wollten auch nicht den ganzen Tag herumsitzen, daher beschlossen wir auch trotzdem schlechten Wetters weiter zufahren, zum Cape Farewell. Da bei mir ja nur 2 Personen mitfahren können und auch Peggy hat ja ihr Auto umgebaut, das haben wir ja zusammen gemacht, blieb nur noch Julia. Sie musste nur die Rückbank aufstellen und loskonnten wir fahren. Es dauerte ca. eine Stunde bis wir da waren und je weiter wir fuhren, um so besser wurde auch das Wetter. Nicht das wir strahlenden Sonnenschein bekamen, nein, aber wenigstens hörte es auf zu regen und die Sicht wurde besser.

Cape Farewell ist sehr abgelegen und daher auch nicht überlaufen mit Touristen und bei dem Wetter schon gar nicht. Eigentlich kann man hier auch eine recht schöne Wanderung machen, aber so richtig hatten wir alle keine Lust, so gingen wir nur bis zur Klippe und schauten uns etwas um. Cape Farewell ist der nördlichste Punkt der Südinsel. Auch haben wir jetzt herausgefunden, warum es Cape Farewell (Farewell = Leb wohl) heißt. Kapitän und Entdecker James Cook hat dem Cape seine Namen gegeben. Denn es war das letzte Stückchen Land, das er und seine Männer im Jahre 1770 von Neuseeland sahen, als sie sich auf den Heimweg machten.

Anschließend machen wir noch einen Halt beim Farewell Split. Am Anfang des Splits gibt es noch eine kleine Gemeinde mit einem Café, dem Split Café. Es war ein kleines schönes Café mit vielen interessanten Sachen über den Split und seine Geschichte. Der Split ist eigentlich nicht viel mehr als eine riesige Sandbank, die schaut ca. 25km lang aus dem Meer heraus, geht aber dann noch weitere 6km unter dem Wasser weiter. Wenn man sich Karten von Neuseeland anschaut, kann man mit etwas Fantasie einen Kiwi erkennen. Der Split ist der lange Schnabel. Einfach nur ein kleines, lustiges Detail.

Was allerdings nicht so lustig ist, ist das es hier immer wieder zu Walstrandungen kommt. Kaum einen Monat, nach dem wir hier waren, kam es wieder zu einem Massenstrandung am Farewell Split. 416 Pilotwale strandeten über Nacht auf dem Split und 75% davon starben bevor sie ersten Helfer eintrafen. Mit der einsetzenden morgendlichen Flut versuchten die Helfer, die noch lebenden Wale zurück ins Wasser zu bekommen. Die Rettung dauerte das ganze Wochenende an und viel der noch lebenden Wale konnte gerettet werden.

Meine kleine Weltreise

Takataka Hill

Am nächsten Morgen machten wir uns langsam auf in Richtung Abel Tasman Nationalpark, den in ein paar Tagen haben wir da eine Tour gebucht, auf die ich mich schon sehr freue, Peggy wird auch dabei sein.

Doch soweit sind wir ja noch nicht, daher wollten wir uns langsam vorarbeiten. So machten wir unseren ersten Stopp am Takataka Hill.

Die Fahrt dahin dauerte ca. eine Stunde. Das Wetter war heute nicht so toll wie die letzten Tage, was nicht heiß, das es schlecht war, es war einfach nur bewölkt und machte den Anschein das es heute noch regen will.

Wir entschieden uns für den Takataka Hill Walkway. Es war wieder ein Loop Trak und man konnte zwischen einer großen oder einer kleineren Runde wählen. Welche wir machen wollten, wussten wir nicht, aber wir liefen erst mal los. Wir rechneten mit 2-4 Stunden. Der Weg war eine Schotterweg, der auch viel von Offroad Fahrern genutzt wird und dementsprechend ausgefahren war. Es war eine schöne kleine Wanderung. Beim letzten Anstieg begegnete uns auf einmal ein echt schräger Vogel.

Ja es war wirklich nur ein Vogel. Aber der war schon komisch, er schien keine Angst vor uns zu haben und kam sogar noch auf uns zu. Mir war das etwas suspekt. Der kam wirklich ganz nahe ran. Ich weiß nicht, was es für ein Vogel war, aber er hatte auch Küken dabei. Naja wir beobachteten ihn eine Weile und gingen dann den letzten Berg hoch. Gerade hier oben angekommen begann es zu tröpfeln. Jetzt machte ich mir etwas Sorgen, dass es gleich richtig losgeht, denn ich hatte keine Jacke dabei und auch keine Lust darauf.

Die Aussicht war trotzdem ganz gut, man konnte es auch im Tal den Regen sehen. Und auch wenn es sich jetzt mehr und mehr eintrübt, konnten wir bis zum Abel Tasmann sehen und somit auch das strahlend blaue Wasser.

Wir hatten großes Glück, dass es nicht wirklich angefangen hat zu regnen. So machten wir am Ende doch noch die große Runde. Der 2. Teil der Runde war viel schöner als der erste. Hier war es ein richtiger Wanderweg, keine Offroad Straße. Stellenweise sah es sogar aus, wie im Märchenwald. Ich habe wirklich nur noch darauf gewartet das Schneewittchen und die 7 Zwerge um die Ecke kommen.

Der eine Abschnitt war übersät mit Margeriten und anderen Blumen, an der einen Seite stand ein ausgehöhlter, alter Baum und in der Mitte ging der kleine Wanderweg lang. Einfach traumhaft. Das hier ist wieder ein Ort, an dem ich für immer bleiben könnte. Doch leider geht das ja nicht. Wir beendeten die Wanderung und suchten uns einen Campingplatz. Diesmal wieder einen etwas teureren, denn wir wollten diesmal schon eine Dusche und alles dabei haben.

Schließlich haben wir ja schließlich schon 2 Tage nicht mehr geduscht! Wir entschieden uns am Abel Tasman vorbeizufahren Richtung Norden, denn noch haben wir ja ein paar Tage Zeit, bevor unsere gebuchte Tagestour startet. Wir fanden einen relativ günstigen Campingplatz in Takataka. Der Campingplatz war wirklich klein und fein, ich weiß bedauerlicherweise nicht mehr wie er heißt, aber wir beschlossen hier für 2 Nächte zu bleiben.

Meine kleine Weltreise

Center of New Zealand


Am nächsten Tag haben wir uns Nelson angeschaut und sind zum Center of Neuseeland gelaufen, der Track dauert ca. Eine Stunde und ist in einem Park, mitten in Nelson.

Der Weg beginnt bei den Botanical Fields, wo das erste Rugbyspiel in Neuseeland gespielt wurde, 1888. Im Zig Zag führte der Weg nach oben, vorbei an Kauri trees.

Oben angekommen, hatten wir eine tolle Aussicht über Nelson. Ob das jetzt hier wirklich die Mitte von Neuseeland ist, bezweifle ich, es wäre schon ein riesiger Zufall, dass genau hier ein Hügel ist, von dem man eine super Aussicht hat und der dann ganz genau die Mitte ist. So viele Zufälle gibt es nicht.

Das Wetter war wieder mal super und wir konnten weit aufs Meer hinausschauen und über Nelson selber. Auf dem Rückweg besuchten wir noch die Nelson Chatederale. Ich mag ja Kirchen, aber für Jaqueline ist es nichts. Ich ließ mir aber die Option noch offen, ob ich am Abend noch zum Gottesdienst gehen werde. Am Ende bin ich nicht mehr hin. Den Rest des Tages waren wir recht faul.

Nach dem Abendessen wollte Jaqueline dann gleich wieder ins Bett. Das konnte ich gar nicht verstehen. Es war noch nicht mal dunkel und auch die Sonne schien noch. Das Ganze frustrierte mich sehr und so machte mich auf, um mir von irgendwo am Hafen den Sonnenuntergang anzusehen. Ich fand eine ganz schöne Stelle. Hier waren noch ein paar Angler. Die Sonne ging hier über dem Meer unter und die Schiffe leuchteten in der Abendsonne. Auch nach dem die Sonne untergegangen war, hatte ich noch keine Lust zurückzugehen, ich lief noch so etwa jede Straße hier im Hafen ab. Es war mittlerweile auch schon dunkel und ich überlegte wie lange es wohl dauern würde, bis Jaqueline es überhaupt merkt, dass ich immer noch nicht da bin.

Das werden wir nie herausfinden, denn sie hat nichts mitbekommen, ihr wäre es wohl erst am nächsten Morgen aufgefallen. Das ist ja gut zu wissen, wenn ich verloren gehe, vermisst mich keiner.

Allgemein

Nelson

Am nächsten Tag haben wir uns Nelson angeschaut und sind zum Center of Neuseeland gelaufen, der Track dauert ca. eine Stunde und ist in einem Park, mitten in Nelson.

 Der Weg beginnt bei den Botanical Fields, wo das erste Rugbyspiel in Neuseeland gespielt wurde, 1888. Im Zig Zag führte der Weg nach oben, vorbei an Kauri Trees. Oben angekommen, hatten wir eine tolle Aussicht über Nelson. Ob das jetzt hier wirklich die Mitte von Neuseeland ist, bezweifle ich, es wäre schon ein riesen Zufall, dass genau hier ein Hügel ist, von dem man eine super Aussicht hat und das dann ganz genau die Mitte ist. So viele Zufälle gibt es nicht.

Das Wetter war wieder mal super und wir konnten weit aufs Meer hinausschauen und über Nelson selber. Auf dem Rückweg besuchten wir noch die Nelson Chatederale. Ich mag ja Kirchen, aber für Jaqueline ist es nichts. Ich ließ mir aber die Option noch offen, ob ich am Abend noch zum Gottesdienst gehen werde. Am Ende bin ich nicht mehr hin. Den Rest des Tages waren wir recht faul.

Nach dem Abendessen wollte Jaqueline dann gleich wieder ins Bett. Das konnte ich gar nicht verstehen. Es war noch nicht mal dunkel und auch die Sonne schien noch. Das Ganze frustrierte mich sehr und so machte mich auf, um mir von irgendwo am Hafen den Sonnenuntergang anzusehen. Ich fand eine ganz schöne Stelle. Hier waren noch ein paar Angler. Die Sonne ging hier über dem Meer unter und die Schiffe leuchteten in der Abendsonne. Auch nach dem die Sonne untergegangen war, hatte ich noch keine Lust zurückzugehen, ich lief noch so etwa jede Straße hier im Hafen ab. Es war mittlerweile auch schon dunkel und ich überlegte wie lange es wohl dauern würde, bis Jaqueline es überhaupt merkt, dass ich immer noch nicht da bin. Das werden wir nie herausfinden, denn sie hat nichts mitbekommen, ihr wäre es wohl erst am nächsten morgen aufgefallen. Das ist ja gut zu wissen, wenn ich verloren gehe, vermisst mich keiner.

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Picton Snout

Am nächsten Morgen schliefen wir auch nicht allzu lange, denn heute sollte es ja richtig losgehen. Naja so viel haben wir am Ende dann auch nicht gemacht. Wir sind wieder zurück nach Picton gefahren, um von da aus den Picton Snout Trak zu laufen.

Der Weg sollte ca. 3 Stunden hin und zurück dauern und wirklich tolle Aussichten über Marlborough Sounds bieten. Ja was soll ich sagen der Weg hält, was er verspricht. Die Aussicht war fantastisch. Hin und wieder war es auch ganz schön ansengend und da ich und Jaqueline doch eine unterschiedliche Laufgeschwindigkeit haben, was nicht zuletzt an dem Größenunterschied liegt, hing ich immer hinterher, und ich habe das Gefühl, dass sich das auch nicht mehr ändern wird.

Wie schon gesagt, die Aussicht war fantastisch und wurde auch nicht langweilig. Wir hatten beschlossen, dass wir wirklich ganz bis zum Ende gehen und dort dann ein kleines Picknick machen und einfach eine Weile verweilen werden. Es war echt schon wieder super heiß und es war auch keine Wolke am Himmel, wir hatten aber genug Sonnencreme dabei und auch unsere Mützen. Dennoch hielt ich es nicht so lange in der Sonne aus und suchte mir bald ein schattiges Plätzchen.

Wir bleiben eine wirklich recht lange hier und schauten dem regen Schiffsverkehr auf dem Marlborough Sound zu. Als wir denn doch gerade wieder aufbrechen wollten, kamen dann doch noch die Fähren vorbeigefahren und auf einmal hörten sie nicht mehr auf zu kommen. Gerne wären wir jetzt noch länger geblieben, doch wir wollten heute ja noch bis nach Nelson fahren und so mussten wir dann doch langsam los. Der Weg zurück war noch anstehender, denn jetzt ging es erst mal alles wieder Berg hoch. Doch wir schafften es und machten uns auf den Weg nach Nelson. Hier gibt es kostenfreie Stellplätze direkt in der Stadt und das war auch unser Ziel.

Hier suchten wir uns einen Parkplatz und machten uns noch was zu essen. Es war wirklich nur ein Stellplatz mitten in der Stadt, kein Gras, alles nur gepflastert und auch gab es nur die etwas besseren Dixi Klos. Aber was braucht man mehr. Wir hatten sowieso ausgemacht, dass wir uns so alle 2 Tage einen Campingplatz mit Dusche suchen, denn einen Tag ohne Duschen geht schon. Hier habe es wenigstens Trinkwasser. Hier waren auch viel andere Backpacker, weil es ist ja kostenfrei und gleich an der Einfahrt ist auch eine Bücherei mit Internet. Wenn man hier so um schaut, haben viel auch größere Autos, aber andere auch solche wie ich, aber einige haben sie so umgebaut, dass man nur noch 20-30 Zentimeter Platz haben, zwischen Matratze und Dach. Das wäre mir auf jeden Fall zu eng zum Schlafen. Das hat mir die paar Nächte in Peggy Auto schon gereicht, wo wir in Palmerton North waren.

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Update

Hallo zusammen,

jetzt haben wir schon Juli, unglaublich.

Und nicht nur das, auch hat ein neues Lebensjahr begonnen.

Ich hatte jetzt erst Geburtstag und irgendwie habe ich seitdem einen kleinen Motivationsboost. Klar ein neues Lebensjahr bedeutet immer das etwas Neues beginnt. In meinem Fall heißt das, endlich mal wieder etwas Struktur in mein Leben zubekommen.

Ich habe schon seit einiger Zeit das Gefühl, dass mir alles unter dem Arsch weggleitet.

Die Zeit vergeht wie im flug und trotzdem passiert nichts.

Das möchte ich jetzt wieder ändern und wenn jetzt gerade schonmal die Motivation da ist, sollte ich das nutzen.

Es ist ja auch so, dass sich immer wieder Dinge verändern oder verändert werden müssen.

Was genau das Sein wird, muss sich noch zeigen, aber irgendwie wird es schon werden.

Die letzten Wochen war viel los, alles nichts Aufregendes, aber irgendwie kommt man nicht zur Ruhe.

In der ersten Juliwoche hatte ich weitgereisten Besuch, von Anni, sie wurde schon öfters in der NZ-Serie erwähnt. Sie ist zurzeit aus Australien zu Besuch und hat eine Woche bei mir verbracht.

Meinen Geburtstag habe ich bei meinen Eltern gefeiert.

Ich bin ja kein Freund von Geburtstagen, aber dieses Jahr war es echt angenehm.

Gab so gar mal einen Kuchen, den ich mir gewünscht habe, fürs nächste Jahr arbeiten wir dann noch an den Kerzen zum Auspusten.

Um Fair zu sein, es war einfach auch zu warm dieses Jahr.

Als am Abend dann alle Omas da waren und endlich gegrillt wurde, kam natürlich dann auch das Gewitter. Aber das hat uns nicht weiter gestört. Der Grillplatz ist überdacht und lange hat es auch nicht gedauert.

So verging auch dieses Wochenende.

Ich hoffe, das es jetzt erst mal etwas ruhiger wird und ich mich neu organisieren kann.

Ich wünsch euch was!

PS: Natürlich wurde es nicht ruhiger und gestern hatten wir schon die nächste Katastrophe.

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Auf nach Süden

Die Nacht war seltsam, der Kopf war voll mit allem, was es da gaben, von Angst, was da kommt, über Zweifel und alles, was ich nicht vergessen darf. Denn immerhin, gehe ich morgen auf eine Reise, die mindestens bis Ende Juli andauern wird, und das, ohne dass ich in der Zeit viel arbeiten werde. Also hatte ich auch etwas Sorgen um die finanzielle Seite. Wichtig war mir, dass alles, was ich gespart hatte, Minimum für die Zeit auf der Südinsel reicht, gerne auch noch länger, aber das wird sich zeigen.

So packte wir am 6.1.17 alles, was wir noch hatten, in mein Auto und los sollte es gehen. Wir hatten es nicht sonderlich weit bis zur Fähre, ca. eine halbe Stunde. Wir checkten ein und stellten uns dann in die Reihe, welche auf das Schiff führte. Wir waren natürlich recht früh und das hieß warten. Doch irgendwann ging es dann los und um 13:30 Uhr verließen wir den Wellingtoner Hafen und machten uns auf den Weg zur Südinsel. Die Fahrt sollte ca. 3,5 Stunden dauern. Immer wieder kam die Angst hoch, dass ich vielleicht doch etwas vergessen hatte, nicht, dass ich es jetzt hätte noch ändern können. Wir waren ja schon auf dem Schiff und selbst wenn nicht, das Haus war abgeschlossen und ich hatte den Schlüssel ja im Haus gelassen. Naja, das dumme Gefühl war da, aber da konnte man nichts machen. Die Überfahrt lenkte mich dann aber ab. Wir hatten beschlossen draußen zu bleiben, schon alleine da mir da nicht so schlecht wurde. Die Wellen waren heute schon recht hoch, was nicht gerade günstig für mich war. Doch der Wind hielt uns in Atem, denn es war gar nicht so einfach Fotos zu machen bei dem Wind.

Es dauerte nicht lange und wir verließen die Fitzroy Bay und konnten einen letzten Blick auf Baring Head und die Wainuiomata Coast werfen.

Und dann ging es langsam aber sicher über die Cook Strait zum Queen Charlotte Sound. Auf hoher See zwischen den Inseln wurde der Wind sogar noch stärker und wir hatten richtig Schwierigkeiten beim Laufen, doch sobald wir wieder zwischen den Inseln des Queen Charlotte Sound waren, ging es wieder.

Es war einfach wunderschön anzusehen die ganzen Inseln und da wir ja, bis auf den Wind, super Wetter hatten, machte es richtig Spaß. Es dauerte noch eine Weile, bis wir dann endlich auch vom Schiff wieder runter waren. Für heute hatten wir auch nichts mehr geplant und suchten uns nur noch einen Campingplatz. Wir fanden eine günstigen ca. 20 km entfernt von Picton. Der Weg war recht kurvenreich, aber das war ja nicht allzu schlimm. Der Campingplatz hieß Whatamango Bay Campsite und war auch wirklich gleich am Wasser. Es war nicht sehr viel los und so konnten wir uns einen schönen Platz suchen, gleich am Wasser und mit Tisch und Bank gleich daneben. Wir kochten uns noch was zu essen.

Was mich dann aber doch etwas überraschte, war das Jaqueline ja schon um 8 Uhr schlafen wollte. Gut ich wusste ja, dass sie gerne schläft, aber das schien mir dann doch etwas früh und ich muss zugeben es verärgerte mich etwas. Ich hoffe nur das es jetzt nicht jeden Abend so endet, denn sonst könnt es schwierig werden. Ich konnte lange noch nicht schlafen und musste auch immer wieder aufstehen. Es war recht gemütlich im Auto. Klar es war auch etwas eng, aber man konnte es gut aushalten. Als ich dann noch das eine Mal aufstand, weil ich jetzt doch noch mal aufs Klo musste, bemerkte ich das wir einen unheimlich schönen, sternenklaren Himmel hatten und da ich ja eh nicht schlafen konnte, spielte ich noch eine Zeit mit meiner Kamera herum und versuchte Bilder vom Sternen Himmel zu machen. Leider ging das nicht so gut wie ich wollte, aber ein paar Punkte, die den Orion darstellen sollen, kann man schon er ahnen.